Girardi von Castell, Frhrn.

Tiroler Familie, welche aus Mori bei Roveredo stammen und 1511 in den Adelsstand erhoben worden sein soll. Anton Peter Girardi de Castel und sein Bruder Ludwig erhielten einen Wappenbrief mit dem Lehnartikel vom Erzherzog von Oesterreich zu Tyrol d.d. Insbruck den 1. Decbr. 1580. Peter Obristlieutenant und Landmilitzhauptmann in Tirol und Johann Franz, Oberstjaegermeister zu Freibung im Breisgau wurden vom Kaiser Leopold I. am 20. Mai 1633 mit Girardi von Castellen zu Weyerburg und Limpurg in den Reichs- und erblaendischen oesterreichischen Freiherrnstand erhoben.

Der Beiname Limpurg ruehrt vom gleichnamigen Schlosse am Rhein im Breisgau her, welches bei Saspach gelegen mit diesem Orte der Familie noch jetzt zusteht.

Grundherrliche Besitzungen (1843) in Baden: die Herrschaft Saspach, Amts Breisach mit der Burgruine Limburg am Rhein. 1869 stimmfaehige und waehlbare Grundherrn oberhalb der Murg.

Freiherrliches Wappen: Gevirtet mit einer vom Schildesfusse bis zur Mite aufsteigenden r. Spitze, worin ein s. Castel mit 3 spitzen Thuermen. Mittelschild b. mit r. hermelinbesetzten Herzogshut, zuweilen ledig, oder den Buchstaben AE enhaltend (aus welchem Grunde?). I von R. und S. getheilt mit einem einwaerts gekehrten Loewen in gewechselten Farben. II Getheilt, oben in G. ein gr. Baum, unten ueber G. ein b. Gitter. III u. IV in #, nach innen springend, ein g. Loewe

Kleinode: 3 Helme, 1 u. 3 gekroent: I wachsend ein g. gekroenter Loewe, II stehend auf einem Fuerstenhut ein # Adler. III 5 Straussenfedern b.g.s.r.b.
Decken: I # g. II b.g. III r.s.


Stammwappen 1580: # von einer vom Schildesfuss bis zum oberen Rande aufsteigenden r. Spite gespalten, darin auf gr. Grund ein s. Castel mit 3 Thuermen, von denen der mittlere hoeher als die beiden anderen ist. Mittelthuere und ein Fenster an jedem ...(Anmerkung: weiterer Text wurde vergessen - B. Gastel)

Quellen: *Die Wappen des bayerischen Adels* (Der Adel in Baden)
J. Siebmacher's grosses Wappenbuch, Band 22, Seite 8 und Tafel 7