Balbach von Gastel

Aus dieser Badischen Familie erhielt Lorenz Balbach, markgraefl. baden-durlach'scher Amtmann zu Stein, durch den comes palatinus, Friedrich Rudolf Reichsgraf zu Fuerstenberg de die Stielingen am 2. Oktober 1654 einen Wappenbrief, der das urspruengliche Geschlechtswappen, welches nur eine Krone bedeckte, durch den Juengling mit den Palmzweigen vermehrte und verbesserte. Johann Friedrich Balbach, landgraefl. fuerstenberg-stuehlengen'scher Oberamtmann und Landvogt, Tochtermann des vom Kaiser Ferdinand III., Wien den 15. Jan. 1644 in den rittermaessigen Reichsadelstand erhobenen graefl. fugger'schen Raths und Oberamtmanns der Herrschaft Wasserburg: Wolfgang Gastel, erlangte Wien den 21. Januar 1694 Ausdehnung dieses seinem Schwiegervater ertheilten Adels auf sich und seine Nachkommen mit der Bewilligung, sich Balbacher von Gastel zu nennen, nebst Befreiung von allen buergerlichen Aemtern, Schutz und Schirm und der Salva Guardia. - Der fuerstlich constanz'sche Geh. Rath, Hofkanzler und ordinaerer Kreisgesandter, Friedrich Willibald Balbacher von Gastel wurde von Kaiser Franz, Pressburg am 3. Juni 1751 in den Reichsfrei- und Panierherrnstand mit dem Titel *Wohlgeboren* erhoben und zwar fuer sich und seine ehelichen Nachkommen. Ein Nachkomme desselben Franz Conrad, geb. am 20. Januar 1753 zu Ueberlingen war Grundherr des reichsritterschaftlichen Ortes Oberbuchenbach, Amts Freiburg.

1) Stammwappen: von G. und Gr. getheilt, oben ueber einander liegend drei gr. Palmzweige, unten ein s. rechter Fluss.

Kleinod: Krone

2) Vermehrtes Wappen (1654): wie Stammmw.

Kleinod: wachsender Juengling mit ausgestreckten Armen, die gr. Palmzweige haltend, oben bis zum Guertel g., dann unten gr. gekleidet mit gr. Knoepfen, Kragen u. Aufschlaegen, g.gr. Wulst auf dem Kopfe und links abflatterndem g. u. gr. Band.
Decken: gr.-g.

3) Wappen-Gastel (1644): von # und B. geviert. I. u. IV. auf gr. Dreiberg ein g. doppeltes Kreuz, begleitet mit den g. Buchstaben A.M, C.E., (amor meus crucifixus est). II. u. III. gekroenter s. Loewe, zwischen den Vorderpranken einen g. Stern haltend.

Kleinod: gekroent das g. Doppelkreuz, besteckt oben mit g. Stern zwischen 2 Adlerfluegeln, von denen der rechte oben b., unten s. mit einem # Schraegbalken mit 2 g. Sternen belegt ist, der linke aber oben g, unten # einen b. Schraegbalken mit 2 g. Sternen traegt.
Decken: rechts #-g., links b.-s.

4) Balbach-Gastel (1694): genau wie Wappen 3 von 1644 indessen als Mittelschild das gekroente Balbach'sche Stammwappen.

5) Freiherrl. Wappen (1751): von # und B. geviert. I. und IV auf gr. Dreiberg ein s. Doppelkreuz, umgeben mit den s. Buchstaben A.M.C.E. II. und III. der gekroente Loewe r. mit dem g. Stern in den Vorderpranken. Gekroentes Mittelschild, oben r. mit 3 gr. Federn, unten gr. mit dem s. schraegrechten Flusse.

Kleinod: gekroent, das doppelte g. Kreuz mit dem g. Stern besteckt, zwischen einem offenen Flug, rechts g. und belegt mit einem # mit 2 g. Sternen belegten Schraegbalken, links s. und belegt mit b. Schraegbalken, der 2 g. Sterne traegt.
Decken: beiderseits b.-s.

(Ministerial-Akten. v. Heyer-Rosenfeld etc.)

Quellen: *Die Wappen des Bayerischen Adels* (Der Adel in Baden - Freiherrn)
J. Siebmachers grosses Wappenbuch, Band 22, Seite 43, Tafeln 25 und 26