HAUG FAMILIE (aus der *Ahnengeschichte Hoelderlins* von Hans Wolfgang Rath und Else Rath-Hoering)

Ueber die Herkunft der Familie, der Johannes Haug, der Ehemann der Anna Maria Gottgatter entstammt, herrscht ein durch Jahrhunderte hindurch verschleppter ,,frommer Betrug" vor, den selbst Ferdinand Friedrich Faber, der ,,Stipendienfaber", unbedenklich aus älteren Quellen übernommen hat. Unvoreingenommener und gewissenhafter Forschung ist es vorbehalten geblieben, diesen Irrtum auf urkundlicher Grundlage aufzuhellen.
Durch die ,,Waidelich-Haugsche Stiftung", von Daniel Waidelich, Bürgermeister der kleinen Stadt Brackenheim im Zabergäu, gemeinsam mit seiner Ehefrau Anna, Tochter des alt Johannes Haug, gewesenen Bürgermeisters in derselben Stadt, welches Paar kinderlos geblieben, durch Bestimmung vom 3. März 1601 errichtet, soll zu Studienzwecken auf der Tübinger Universität je an einen Verwandten des Mannes wie der Frau ein jährlicher Zins gegeben werden.
In Fabers genealogischer Zusammenstellung der berechtigten Verwandten und ,,Gefreundte" , zu der ein Quellennachweis nicht gegeben ist, wird der Vater des Johannes, Gatten der Gottgatterin, Michael Haug, als ein Sohn des Leonberger Bürgers Lorenz Haug angesprochen. Dieser Lorenz soll der Sohn eines älteren Lorenz Haug, Bürgers zu Leonberg und Enkel eines Haug gewesen sein, dessen Vorname zwar nicht mehr zu ermitteln, der in Urkunden als ,,der gar alte" bezeichnet wird. Ein Bruder des älteren Leonberger Lorenz ist der alte Johannes, dessen Tochter die Mitstifterin des Stipendiums gewesen. Lorenz, des Älteren, Nachkommen haben nach dem Stiftungsbrief Anrecht auf den Genuß der Stiftung.

Michael Haug, ,,der Haugenbeck", wie ihn Faber nennt, ist kein Nachkomme eines Leonberger Lorenz Haug. Sein Aufgebots- wie sein Kopulationseintrag- beide hat Faber nicht beachtet - geben übereinstimmend an:

    Stuttgart, prokl. 2. Advent 1572: ,,Michel Haug, Michel Haugen verlassener Sohn von Stuttgart und Catharina, Matthias Neuffers verlassene Tochter von Eßlingen".
    Esslingen, geheiratet 5.1.1573: ,,Michel Haug von Stuttgart, Michel Haugen selig von Stuttgart verlassener Sohn usw."
Faber übernimmt offenbare Fehler, wenn er anführt:
    (ohne Zeitangabe) ,,Haug, Mich., der Haugenbeck genannt, in Stuttgart verheiratet mit Anna Cath., Tochter des . . . Neuffer, Wagenmeisters in Stuttgart."
Nicht ein Lorenz Haug von Leonberg, sondern Michael Haug von Stuttgart ist Michaels Vater und seine Frau ist keine Anne Catharina, Tochter eines Wagen- meisters Neuffer aus Stuttgart, dessen Vorname nicht einmal bekannt sein soll, sondern die Tochter des namentlich durchaus bekannten Matthias Neuffer in Eßlingen, dessen Beruf freilich aus den Esslinger Kirchenbüchern nirgends hervorgeht.
    An dieser Stelle hat Hanns Wolfgang Rath in seinem Manuskript die vermutliche Abstammung der Catharina Neuffer nach dem Stand der Forschung um 1930 ausgeführt. Aktenfunde der jüngeren Zeit haben ermöglicht, diese Abstammung mit völliger Sicherheit zu erhärten. Die noch 1930 unbekannte Mutter und Großmutter der Catharina Neuffer entstammen alten schwäbischen Adelsgeschlechtern.
Der Tod seiner Witwe Catharina, deren Geburtsname im letzten Taufeintrag zwar angegeben, aber nicht einwandfrei zu lesen ist (Jehlin?), ist ebensowenig in Esslingen festzustellen; mutmaßlich ist er bei einem ihrer an anderem Ort verheirateten Kinder erfolgt.

Alteingesessen ist die Familie Neuffer in Eßlingen nachweislich nicht; es mag in ihr eine frühe Abzweigung von dem alten Neuffergeschlecht in Münsingen an- genommen werden.
Michael Haug, der Vater des angeblichen ,,Haugenbeck", ist keiner Stuttgarter Familie entsprossen. Seine Herkunft unterliegt keinem Zweifel mehr: sein Mannrechtsbrief am 4.9.1553 zu Kleinheppach, einem Dorfe bei Waiblingen, ausgefertigt bezeugt sie. Auch seine Eltern werden genannt, die, wie es wörtlich in dem Pergament heißt, ,,bei uns mit Tod abgegangen sind": Michel Haug und Catharina Zeyler, Tochter des verstorbenen Michel Zeyler aus dem benachbarten Beinstein.

Michael Haug, der sich mit diesem Herkunftsdokument um das Bürgerrecht in der Landeshauptstadt bewirbt, wohnt bereits seit mehreren Jahren in Stuttgart. Das Steuerbuch des Jahres 1548 verzeichnet ihn erstmals, und zwar als Bewohner der Turnierackervorstadt, als welcher er bis 1560, seinem Todesjahre in den weiteren Jahrgängen geführt wird. Auch seine Frau, Maria, muß bald nachher gestorben sein; sie wird nur noch 1561 und 1562 besteuert. Zur Zeit seiner Einbürgerung ist Michael Haug jedenfalls bereits Familienvater gewesen und die älteren Kinder, eine Tochter Anna, die Söhne Michael, Hans und Jacob, haben vor Beginn der Stuttgarter Kirchenbücher das Licht der Welt erblickt; im Stuttgarter Taufbuch ist nur noch Margaretha eingetragen.

Aus den Steuer- und den ergänzenden Güterbüchern ist unschwer zu ersehen, daß Michael Haug, der erste der Familie in Stuttgart, von angesehener und ver- möglicher Herkunft ist; er nennt einen reichlichen Besitz sein eigen. Das Güterbuch des Jahres 1554 schreibt ihm zu: ,,Haus nebst Scheuer und Gärtlin, muot im Azenberg, Ländereien im Kupental, im Stöckach, am Eßlingerberg, Wiesen vorm Esslingertor und in Berch, Ackerland zu Hupenlaw, beim Rautbild und einen Krautgarten beim Siechentor", welcher Gesamtbesitz durch die Güterbücher 1561 und 1568 als Eigentum der Kinder bestätigt wird. Im Güterbuch 1570 erscheint das elterliche Erbe als geteilt; die erstgeborenen der seit fast einem Jahrzehnt verwaisten Geschwister haben das Alter der Volljährigkeit überschritten; aus dieser Tatsache ist zu erkennen, daß ihre Eltern nicht hoch zu Jahren gekommen sein können. Es heißt da (1570): ,,Michel Haug Erben inn Gemain haben das Haus und Gärtlin dahinter", weiterhin teilen sich Hans, Jacob und Margaretha in den Landbesitz. Anna, seit dem 22. Trinitatis 1569 mit Ulrich Geyer, Bürgermeisterssohn und späterhin selbst Bürgermeister von Stuttgart, verheiratet, ist namentlich nicht mehr aufgeführt. Ihr Erbteil wird ihr bei der Verehelichung ohne weiteres zuerkannt worden sein. Ihr Bruder Michael tritt im Steuerbuch 1570 neben dem Allgemeineintrag ,,Michael Haugs Kinder" erstmals neben seinen jüngeren Geschwistern als Einzelsteuerpflichtiger auf; in den Jahren 1571 und1572 wiederholen sich die gleichen Einträge; 1573 findet sich Michael nicht mehr - er hat sich inzwischen nach Eßlingen verheiratet, wo er freilich nur vorübergehend ansässig geworden ist. Der Jahrgang 1574 führt nur noch die Brüder Hans und Jacob, denn auch Margaretha, die Jüngste, hat sich verheiratet, am 8.11.1574 mit Hans Kayser, des zuvor gestorbenen Michael Kaysers Sohn. Schon zuvor hat sich auch Hans Haug zu Stuttgart am 30.3.1573 mit einer Untertürkheimerin, Sofia, Hans Kibels Tochter, ehelich verbunden, während sein jüngerer Bruder Jacob, der am 28. Mai 1567 die Tübinger Universität bezogen und am 14.2.1571 magistriert hat, erst am 2. Epiphaniassonntag 1578 - als Doktor der Rechte - Ursula Hiller, Tochter des Kammerprokurators Dr. Martin Hiller und der Maria Feßler, Tochter des Kanzlers Johannes Feßler, zum Altar führt. Dieser Jacob Haug ist Mitarbeiter am württembergischen Landrecht und späterhin Herzoglicher Gelehrter Oberrat geworden, als der er am 11. l. 1618 gestorben ist, ,,ein ernsthaffter gravitätischer Mann", wie ihm nachgerühmt wird.

Michael Haug, dem zu Eßlingen am 1.10.1573 von seiner Frau Catharina Neuffer das erste Kind, der Sohn Johannes, geboren wird, siedelt bald nachher wieder nach Stuttgart über und bezieht ein eigenes Haus in der 2. linea, das er, wie fortlaufend aus den Steuerbüchern zu ersehen, bis zu seinem am 1.5.1602 erfolgten Tode bewohnt. Auch sein Besitz ist durch die Güterbücher 1574 und 1584 nachweisbar; so begütert wie einst sein Vater ist er bei weitem nicht gewesen. Der Übername ,,Haugen-Beck" ist keine Berufsbezeichnung, sondern geht wohl auf die Gestalt des Michael Haug. Nach der Inschrift des verlorenen Epitaphs der Familie Haug ist Michael in irgendeiner Form in städtischen Diensten gestanden. Wie sein Vater, ist auch er nicht hoch zu Jahren gekommen; das sechste Jahrzehnt hat er keinesfalls vollendet. Seine um einige Jahre jüngere Witwe hat sich noch zweimal verheiratet: am 29.1.1605 mit dem Witwer Jacob Nußbeck von Oßweil, welche Ehe schon sehr bald durch den Tod des Mannes gelöst worden ist". Das Steuerbuch 1605 hat den bereits vorgeschriebenen Eintrag ,,Michael Haugs Witib" auf Jacob Nußbeck abgeändert, aber das nächstjährige Steuerregister führt wieder, bis einschließlich 1610, den ehemaligen Eintrag ,,Michael Hugs Witib". Das mit August 1611 angelegte Steuerbuch des folgenden Jahres bestätigt aber dann die nach siebenjähriger Frist erfolgte Altersehe der nunmehr über 60 Jahre alten Frau, die sie am 20.4.1612 mit dem bereits aus drei Ehen (1565, 1595, 1610) verwitweten Lienhard Strobel von Stuttgart geschlossen hat".

Neben dem in Esslingen geborenen Sohn Johannes hat Catharina Neuffer ihrem ersten Gatten in der Zeit von 1574 bis 1589 noch weitere elf Kinder geboren, von denen Faber in wahlloser Folge nur sechs aufführt. Über Catharinas Tod verlautet im ältesten, lueckenhaften Totenbuch nichts und da auch im zweiten, mit dem Jahre 1626 beginnenden Totenbuch kein Eintrag vorhanden, ist anzunehmen, daß sie vor 1626 gestorben ist.

Johannes Haug, der als Kanzleibeamter in herzoglichen Diensten steht und bis zum Rentkammerrat aufrueckt, stirbt kurz vor Vollendung seines sechzigsten Lebensjahres am 20.8.1633 in Stuttgart. Anna Maria Gottgatter, seine Witwe, folgt ihm, von der Pest dahingerafft, die in Stuttgart besonders schwer und langwierig wuetet, am 10.1.1635 im Tode nach.

Von den Kindern des Haug-Gottgatterschen Paares gewinnt der am 28.2.1607 geborene Sohn Wilhelm als Ahne Hölderlins Bedeutung. Als Kanzleischreiber zu Göppingen verbindet er sich in kaum vollendetem zwanzigsten Jahre am 30.10. 1627 mit der erst 17 1/2 jaehrigen Anna Härlin (geboren Göppingen 27.2.1610), Tochter des Göppinger Bürgers, Gastgebers zur Krone und Ratsverwandten Johann Haerlin und der Barbara Gloeckler, die sich am 8.9.1607 ehelich verbunden haben.

Johann Härlin ist als Sohn des Martin Härlin zu Göppingen und dessen Frau Margaretha, geb. Bünder, am 25.9.1583 geboren worden. Der Großvater des Kindes ist wohl ein Michael Härlin zu Göppingen. Johann, der Gastgeber zur Krone, ist im besten Mannesalter am 28.4.1630 gestorben; seine Frau Barbara ist ihm am 2.8.1634 gefolgt.

Die Ahnen der Barbara Gloeckler haben in Hörvelsingen bei Ulm gelebt, wo Barbara am 27.12.1583 geboren worden ist. Der Name ist in der Gegend weit verbreitet. Ihr Vater Caspar (gestorben 2.2.1599), Sohn eines Marx Gloeckler (gestorben vor 1567), hat sich zu Hörvelsingen in zweiter Ehe am 27.3.1576 verbunden mit Barbara Schlumperger aus Setzingen, einem etwa zwei Stunden entfernt gelegenen, ehemals dem Deutschen Orden gehörenden Dorfe, einer Tochter des Paul Schlumperger und der Gertrud Haid. Nach dem Tode des Caspar Glöckler hat sie sich am 20.12.1602 mit einem Jacob Kölle aus Dornstadt (Oberamt Blaubeuren) verheiratet und ist am 7.2.1620 zu Hörvelsingen gestorben.

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Wilhelm Haugs zweites Kind aus seiner Ehe mit Anna Härlin, Helena Regina (geboren Göppingen 11.6.1631), hat eine bewegte Jugend verlebt. In zartestem Alter muß es die Stätte seiner Geburt verlassen, da der eben erst 24jährige Vater auf Georgi 1632 als Keller nach Asperg versetzt worden. Dieser Ort, an den unvermittelt aus der Ebene aufsteigenden, starkbefestigten Hohenasperg angeschmiegt, hat schon bald, wie die umliegenden Ortschaften Möglingen, Tamm, Eglosheim und die ehemalige Reichsstadt Markgröninigen durch die in der verhängnisvollen Schlacht bei Nördlingen siegreichen kaiserlichen Truppen unsäglich zu leiden; Brandschatzung, Plünderung, Verwüstung und Totschlag bringen alle Tage neue Schrecken seit dem 27. August 1634, da die protestantische Sache jene schwere Niederlage erlitten; zu allem Furchtbaren wird auch noch eine verheerende Seuche durch die vordringenden, bunt zusammengewürfelten Völkerscharen ins Land getragen, die Pest, die sich allenthalben in den Städten und Doerfern einnistet und im Verlaufe von nicht ganz zwei Jahren ungezählte Tausende von Opfern fordert. Fast ein volles Jahr behauptet sich die Veste gegen die Belagerer, bis sie sich zur Übergabe gezwungen sieht.

Im Februar 1635 wird Wilhelm Haug, der Keller, der mit seiner Familie im Bereich der Festung und nicht in dem Orte wohnt, durch einen schweren Verlust hart betroffen; am 18. Tage dieses Monats muss er seine erst 25 Jahre alte Lebensgefährtin Anna zu Grabe tragen Er selbst, der anfangs des folgenden Jahres infolge der Verhältnisse seines Amtes enthoben wird, wartet in Stuttgart auf anderweitige Verwendung. Hier führt er seinen beiden Kindern am 9.5.1636 in Anna Christina Brunn, 24, Tochter des am 22.12.1617 verstorbenen Prälaten von St. Georgen, Christoph Brunn, eine neue Mutter zu und siedelt wieder nach Göppingen über, wo er bis zum 24.1.1637 verbleibt, mit welchem Tage ihm auf neue das Kelleramt auf Hohenasperg übertragen wird, das er bis kurz vor seinem frühen Tod verwaltet. In Göppingen hat ihm die neue Gattin frühzeitig (11.11.1636) eine Tochter geschenkt; zwei weitere Kinder werden 1638 und 1640 zu Stuttgart geboren - ob der Aufenthalt der Familie dort durch äussere Ereignisse geboten oder zufällig gewesen, ist nicht erwiesen -, denen die Geburt weiterer Kinder in Asperg folgt. Helena Reginens einziger leiblicher Bruder Johann Wilhelm (geb. Göppingen 7.8.1628) stirbt l2jährig und der erste in Asperg geborene Sohn der Anna Christina wird am 22.4.1641 auf des Verstorbenen Namen getauft. Helena Regina Haug steht in eben erblühter Jungfraeulichkeit, als das Schwerste über die vielköpfige Familie hereinbricht: der Vater, der sein Amt nicht lange zuvor hat aufgeben müssen, stirbt zu Stuttgart am 16.7.1648 noch nicht 42 Jahre alt, und noch trägt die Witwe ein Kind unter ihrem Herzen, eine Tochter Helena Regina, die erst sechs Monate später, am 10. l. 1649 zu Stuttgart das Licht der Welt erblickt. Vollends verwaist, wird Helena Regina, das einzig überlebende Kind der Anna Härlin, durch den Umstand, daß ihre Stiefmutter sich zwei Jahre nach Haugs Heimgang zu einer Wiederheirat mit dem Feldtrompeter Melchior Buettner aus Natz im Weimarschen entschließt, veranlaßt, bei ihrer mütterlichen Verwandtschaft in Göppingen Aufnahme zu suchen, wo sie sich zu einer kurzen Ehe mit Jacob Seyerlin verbindet. Erst in ihrem 30. Lebensjahre findet sie ein geruhiges Lebensglück im Bunde mit Joseph Haselmaier, Conrad Haselmaiers, verstorbenen geistlichen Verwalters zu Vaihingen an der Enz Sohn, einem jungen Juristen, der in der Stadtverwaltung tätig ist. Der Eheschluß ist zu Göppingen am 29.1.1661 erfolgt. Ein Jahr später muß sie freilich ihre Heimat verlassen. Joseph ist zum Pfleger des dem Koster Bebenhausen gehörenden Schlosses Roseck bei Tübingen bestellt worden. Am 27. Februar 1662 zieht das junge Paar auf dem über dem Ammertal von einem Berghang weithinblickenden Klostergut auf, das ihm für 3 1/2 Jahre ein stilles Heim vergönnt. Im Herbst 1665 beruft das Kloster Maulbronn Haselmeier zum Verwalter, aber auch im Bereich dieses altehrwürdigen Orts ist seines Verweilens nicht lange: Die Göppinger Stadtverwaltung, der seine Tüchtigkeit vorteilhaft bekannt ist, trägt dem 35jährigen Manne nach dem Tode Johann Jacob Schweickhers, eines Sohnes der Stadt, das verantwortungsvolle Amt des Stadtschreibers an, das Haselmaier von Martini 1667 an volle 27 Jahre unter großem Verdienst um die Stadt bis zu seinem am 31. August 1694 im Alter von 62 Jahren weniger sieben Wochen erfolgten Tode verwaltet. Nur um acht Monate überlebt ihn die Gattin, die am 24. April 1695 ihren Lebensabend beschließt.